Die „Vehicle-to Grid"-Technologie (V2G) macht aus Autos mobile Energiespeicher – und kann damit sowohl zur Senkung von Stromkosten als auch zu einer besseren Nutzung erneuerbarer Energien beitragen. V2G braucht bidirektional ladefähige Autos, damit der Strom nicht nur vom Netz ins Auto fließen kann, sondern bei Bedarf auch umgekehrt. Elektrische Energie, die in den Hochvoltbatterien der E-Autos gespeichert ist, kann dadurch bei Bedarf für die Stromversorgung des eigenen Hauses genutzt oder ins öffentliche Netz eingespeist werden. Das Auto wird also Teil des Energie-Ökosystems: Wer auf seinem Hausdach Sonnenenergie erzeugt, kann diese im Auto zwischenspeichern und je nach Bedarf ins Netz abgeben. Nissan hat die Technik bereits in mehreren Pilotprojekten erprobt und beispielsweise in Großbritannien ein Projekt erfolgreich abgeschlossen und vom TÜV Rheinland zertifizieren lassen. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass Kundinnen und Kunden mit dem bidirektionalen Laden ihre jährlichen Stromkosten um bis zu fünfzig Prozent senken können.* Nissan will die V2G-Technologie ab 2026 unter dem Namen „Nissan Energy" für ausgewählte Elektrofahrzeuge einführen. Je nach lokaler Infrastruktur und gesetzlichen Vorgaben sollen V2G-Lösungen auf Wechsel- (AC) oder Gleichstrom-Basis (DC) angeboten werden. *Kostenersparnis durch intelligentes Laden im Vergleich zu nicht intelligentem Laden auf der Grundlage einer typischen Stromrechnung britischer Kundinnen und Kunden gemäß einer Simulation von EDF Dreev.