Neues Team, neuer Rennwagen, neue Herausforderungen: Zane Maloney startet mit Nissan in die Formel-E-Saison 13

Ein Doppelfoto, das links Zane Maloney zeigt, der im GEN4-Rennwagen des Nissan Formula E Teams sitzt und seinen blau-gelben Helm trägt, auf der rechten Seite ist ein Porträtbild von ihm in einem weißen Renn-Unterhemd zu sehen.

Wesseling, Deutschland – Mit dem Start der GEN4-Ära in der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft stellt sich Zane Maloney einer neuen Herausforderung beim Nissan Formel E Team. Der 23-Jährige wird in Saison 13 an der Seite des Fahrer-Weltmeisters 2024/25, Oliver Rowland, antreten. Nach seinem Einstieg in die Formel E sowie Erfolgen in Nachwuchsserien bis hin zur Formel 2 zählt Maloney bereits zu den vielversprechendsten Talenten im internationalen Motorsport. Angesichts einer völlig neuen Fahrzeuggeneration, die für das gesamte Starterfeld neue Chancen und Herausforderungen mit sich bringt, spricht er über seine ersten Eindrücke vom GEN4-Boliden, die Anpassung an neues Material und seine Ziele für die kommende Saison.

Der neue Rennwagen

Mit der Einführung des neuen Fahrzeugs dürfte Saison 13 eine der unberechenbarsten der vergangenen Jahre werden. Da alle Teams mit einem neuen technischen Paket starten, ergeben sich für jeden Teilnehmer die gleichen Chancen auf einen erfolgreichen Saisonauftakt. Das GEN4-Fahrzeug ist die bislang technologisch fortschrittlichste Generation der Formel E. Das Nissan Formel E Team absolviert derzeit ein umfassendes Testprogramm, um das Potenzial des neuen Rennwagens vollständig auszuschöpfen.

„Das GEN4-Auto ist ein enormer Entwicklungsschritt. Mit aktivem Differenzial, permanentem Allradantrieb, 600 kW Leistung und mehr Abtrieb als zuvor macht das Fahren unglaublich viel Spaß“, erklärt Maloney. „Für die Serie ist das ein spannender Moment, und wir sind überzeugt, dass die Formel E damit auf das nächste Niveau gehoben wird. Noch weiß niemand genau, was uns erwartet, aber meine ersten Runden im GEN4-Fahrzeug waren sehr vielversprechend.“

Auch das Renngeschehen könnte sich verändern. „Wir gehen davon aus, dass weiterhin Rennen im Peloton-Stil zu sehen sein werden. Allerdings könnte Überholen schwieriger werden, da nun dauerhaft Allradantrieb zur Verfügung steht. Bisher verschaffte der Attack Mode durch die Nutzung des Allradantriebs einen deutlichen Vorteil. Dieser Effekt könnte geringer ausfallen, was die Teams jedoch dazu zwingen wird, strategisch neue Wege zu gehen. Beim ersten Rennen werden alle noch lernen. Deshalb wird es umso wichtiger sein, von Beginn an konkurrenzfähig zu sein und früh gute Ergebnisse einzufahren.“

Anpassung an GEN4 und neue Herausforderungen

Neben dem Wechsel zu einem neuen Team und einem neuen Fahrzeug warten auf Maloney auch mehrere Rennstrecken, die für ihn in der Formel E Neuland sind. Der Barbadier sieht darin jedoch eine Chance. Seine Erfahrung aus unterschiedlichen Rennserien, darunter Formel E und Formel 2, bildet aus seiner Sicht eine wertvolle Grundlage, um sich schnell auf neue technische und sportliche Anforderungen einzustellen.

„Als Fahrer passt man seinen Fahrstil ständig an. Selbst von Rennen zu Rennen im gleichen Auto verändert man Dinge“, sagt Maloney. „Eine der wichtigsten Fähigkeiten ist es, sich an Fahrzeug, Strecke und Bedingungen des jeweiligen Tages anzupassen. Schon jetzt konzentrieren wir uns im Testprogramm darauf herauszufinden, welche Möglichkeiten uns zur Verfügung stehen, wenn die Saison beginnt.“

Besonders freut sich der Nissan-Pilot auf den abwechslungsreichen Rennkalender. „In Saison 13 treten wir auf vielen großartigen Strecken an, mit denen ich einige besondere Erinnerungen verbinde. In Brands Hatch habe ich meinen Titel in der Britischen Formel 4 gewonnen, und in Zandvoort konnte ich in der Formel 3 einen Sieg feiern. Beide Strecken gefallen mir sehr. Auch der Circuit of the Americas wirkt mit seinem schnellen und flüssigen ersten Sektor beeindruckend. Generell fährt die Formel E auf großartigen Kursen, deshalb freue ich mich auf die gesamte Saison.“

Klare Ziele und Zusammenarbeit mit Oliver Rowland

Für Maloney steht zu Beginn der Saison vor allem der Aufbau einer starken Zusammenarbeit mit dem Team sowie die Weiterentwicklung des GEN4-Fahrzeugs im Mittelpunkt. Mit insgesamt 21 Rennen wird Saison 13 die längste in der Geschichte der FIA Formel E. Ein guter Saisonstart könnte daher entscheidend für den Erfolg in allen drei Meisterschaften sein.

Zusätzlich kann Maloney auf die Erfahrung seines Teamkollegen Oliver Rowland bauen, der zu den erfolgreichsten und erfahrensten Fahrern im Feld zählt.

„Mein Ziel für den Saisonbeginn ist es, eng mit dem Team zusammenzuarbeiten und alle Abläufe optimal zu verstehen, bevor wir zum ersten Rennen reisen“, so Maloney. „An reiner Geschwindigkeit hat es mir in meiner Karriere nie gefehlt. Jetzt geht es darum, genau zu verstehen, was das Team von mir benötigt und was ich vom Team brauche. Gerade in der Formel E kann das eine Herausforderung sein. Wenn wir unsere Prozesse sauber aufsetzen, werden die Ergebnisse folgen.“

Besonders positiv bewertet er die Zusammenarbeit mit Rowland: „Mit Oli einen Teamkollegen wie ihn zu haben, ist eine große Chance. Mit einem so erfahrenen Fahrer und aktuellen Champion zusammenzuarbeiten, ist etwas Besonderes. Ich werde versuchen, so viel wie möglich von ihm zu lernen. Bisher läuft die Zusammenarbeit hervorragend. Er kommuniziert sehr klar, wenn es um die Entwicklung des Fahrzeugs geht. Davon profitieren sowohl ich als auch das gesamte Team. Er gehört zu den besten Fahrern im Feld und das Nissan Formel E Team zu den stärksten Mannschaften der Meisterschaft. Gemeinsam können wir ein sehr starkes Gespann bilden und eine erfolgreiche Saison erleben.“