Heimspiel erfolgreich abgeschlossen: Nissan Formel E Team punktet doppelt in Tokio

Oliver Rowland im Nissan e‑4ORCE 05 mit der Startnummer 1 überquert die Ziellinie des Tokyo E-Prix.

Wesseling, Deutschland – Das Nissan Formel E Team hat sein Heimwochenende beim Tokyo E-Prix erfolgreich abgeschlossen und in beiden Rennen des Formel-E-Doppelrennens Punkte eingefahren. Oliver Rowland belegte am Samstag Rang sieben und sicherte sich am Sonntag beim ersten Nachtrennen der Formel-E-Geschichte in Tokio den vierten Platz. Teamkollege Norman Nato komplettierte mit Rang sechs im zweiten Rennen ein starkes Teamergebnis und sorgte für einen wertvollen Doppel-Punkteerfolg des japanischen Herstellers.

Mit den Ergebnissen in Tokio liegt Rowland vor dem Saisonfinale in London nur noch 14 Punkte hinter der Spitze der Fahrerwertung.

Schwieriger Auftakt am Samstag

Der 14. Saisonlauf stellte das Nissan Formel E Team zunächst vor Herausforderungen. Sowohl Rowland als auch Nato verpassten in der Qualifikation knapp den Einzug in die Duellphase und gingen bei schwülen Bedingungen nur von den Positionen 15 beziehungsweise 11 ins Rennen.

Dank einer cleveren Rennstrategie konnte Rowland zunächst Energie sparen, bevor er seinen Pit-Boost-Stopp absolvierte und anschließend den Attack Mode nutzte, um durch das Feld nach vorne zu fahren. Der Brite machte insgesamt acht Positionen gut und sicherte sich mit Platz sieben wichtige Meisterschaftspunkte.

Nato lag in der ersten Rennhälfte ebenfalls auf Punktekurs, erhielt jedoch nach einer leichten Kollision mit einem Konkurrenten eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe. Die Strafe, die während seines Pit-Boost-Stopps abgesessen wurde, warf den Franzosen zurück. Er beendete das Rennen auf Platz 16.

Starke Aufholjagd im Regen bringt wertvolle Punkte

Nach intensiver Arbeit über Nacht nahm das Team weitere Anpassungen an beiden Fahrzeugen vor. Aufgrund der wetterbedingten Absage des dritten freien Trainings konnten diese Änderungen jedoch vor der Qualifikation nicht getestet werden.

Trotzdem gelang sowohl Rowland als auch Nato der Einzug in die Duellphase. Sie qualifizierten sich für die Startplätze acht beziehungsweise sechs.

Das Sonntagsrennen wurde auf einer nassen Strecke ausgetragen, deren Bedingungen sich kontinuierlich veränderten. Nach dem Start hinter dem Safety Car nutzte Rowland früh seinen Attack Mode und arbeitete sich schnell nach vorne. Mit zunehmender Abtrocknung der Strecke zeigte er ein starkes Tempo, fuhr zeitweise in Führung und kämpfte bis in die Schlussphase um einen Podiumsplatz. Nach einer späten Rennunterbrechung verteidigte er Rang vier erfolgreich bis ins Ziel.

Nato hatte zunächst mit mangelnder Haftung zu kämpfen und fiel im Feld zurück. Mit verbesserten Streckenbedingungen und seinem finalen Attack Mode startete der Franzose jedoch eine beeindruckende Aufholjagd. Innerhalb von sechs Minuten gewann er sieben Positionen und überquerte die Ziellinie als Sechster.

Damit sicherte das Nissan Formel E Team vor heimischem Publikum ein wichtiges Doppel-Punkteergebnis.

Blick nach London

Die Formel E reist nun zum Saisonfinale nach London, das vom 14. bis 16. August ausgetragen wird. Beim letzten Doppelrennen der GEN3-Ära werden sowohl die Fahrer- als auch die Teamweltmeisterschaft entschieden.

Tommaso Volpe, Managing Director und Teamchef des Nissan Formel E Teams:

„Es war eine große Freude, in Japan vor unseren heimischen Fans sowie zahlreichen Nissan Kolleginnen und Kollegen und Führungskräften anzutreten. Das Rennen am Samstag wurde durch die Qualifikation erschwert, obwohl eine gut umgesetzte Strategie Oli mehrere Positionen und wichtige Punkte einbrachte. Norman hatte dagegen Pech, nachdem ihn eine Zeitstrafe zurückgeworfen hatte.

Umso wichtiger war es für uns, am Sonntag die richtige Antwort zu geben, insbesondere in dieser entscheidenden Phase der Meisterschaft und bei unserem Heimrennen. Das gesamte Team hat über Nacht äußerst hart gearbeitet. Trotz der fehlenden Möglichkeit, unsere Änderungen vor der Qualifikation zu validieren, haben wir die richtigen Entscheidungen getroffen und beide Fahrzeuge in die Punkteränge gebracht.

Auch wenn wir in diesem Jahr nicht ganz den Vorteil hatten, den wir in Tokio in den vergangenen Saisons genießen konnten, freuen wir uns über einen positiven Abschluss unseres Heimwochenendes. Besonders wichtig ist, dass Oli vor dem Saisonfinale in London weiterhin voll im Kampf um die Fahrerweltmeisterschaft ist und lediglich 14 Punkte hinter der Spitze liegt.

Wir wissen, dass die Herausforderung groß ist, aber es ist ein gutes Gefühl, vor den letzten beiden Rennen der Saison weiterhin alle Chancen zu haben. Wir werden in London alles geben.“

 

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Über Nissan in der Formel E

Nissan debütierte als erster und einziger japanischer Hersteller in der fünften Saison (2018/19) der ABB FIA Formel-E-Meisterschaft. Oliver Rowland konnte sich in Saison 11 den Formel E Weltmeistertitel sichern.

Schon frühzeitig bekannte sich Nissan zur rein elektrischen Rennserie und zur Gen3-Ära, die von der neunten (2022/23) bis zur zwölften Saison (2025/26) reicht. Im April 2022 übernahm Nissan hierfür das e.dams Rennteam, um die volle Kontrolle und Verantwortung aller Aktivitäten in der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft zu erhalten. Im Vorfeld des allerersten Tokio E-Prix gab Nissan am 28. März 2024 sein langfristiges Engagement in der Formel E bekannt und wurde der erste Hersteller, der sich für die bis 2030 laufende Gen4-Ära verpflichtete.

Die zwölfte Saison bestreitet Nissan mit dem Fahrerduo Oliver Rowland und Norman Nato. Daneben liefert das Team auch den vollelektrischen Antriebsstrang an McLaren Racing als Kundenteam.

Nissan nimmt an der rein elektrischen Weltmeisterschaft teil, um einem weltweiten Publikum die Faszination und den Spaß emissionsfreier Elektrofahrzeuge näherzubringen. Das Unternehmen strebt bis zum Jahr 2050 CO2-Neutralität im gesamten Geschäftsbetrieb und bei seinen Modellen an. Bis Anfang der 2030er Jahre werden alle neuen Nissan Modelle in den wichtigsten Kernmärkten elektrifiziert. Der Wissens- und Technologietransfer zwischen Rennstrecke und Straße hilft bei der Entwicklung immer besserer Fahrzeuge.

 

Über die Formel E

Die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft ist die erste globale Sportart, die seit ihrer Gründung im Jahr 2020 mit einem Netto-Null-CO2-Fußabdruck zertifiziert ist. Um die Emissionen jeder Saison des elektrischen Rennsports auszugleichen, wurde in allen Rennmärkten in zertifizierte Klimaschutzprojekte investiert.

Die Serie dient als Wettbewerbsplattform, um mit den vollelektrischen Rennwagen die neueste Elektrotechnologie zu testen und weiterzuentwickeln. Die weltbesten Hersteller treten auf Stadt- und Straßenkursen gegeneinander an. Die Formel E fördert die Einführung nachhaltiger Mobilität in Stadtzentren, um die Luftverschmutzung zu bekämpfen und die Auswirkungen des Klimawandels zu verringern.

 

Pressekontakt

Susanne Beyreuther, Head of Communications
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