Nissan Juke: Streifzug durch die Modellhistorie

  • Ein seit 15 Jahren polarisierendes Modell
  • Konzeptfahrzeug Nissan Qazana debütierte 2009 in Genf
  • 2018 lief einmillionster Nissan Juke im britischen Werk Sunderland vom Band

 

Wesseling, Deutschland – Zur kürzlich vorgestellten Neuauflage des Nissan Juke gibt es gleichzeitig ein Comeback: Zum Modelljahreswechsel feiert die besonders auffällige Lackierung „Iconic Yellow“, die sich schon bei der ersten Generation des kompakten Coupé-Crossovers großer Beliebtheit erfreute, ihre Rückkehr. Anlass genug, um auf 15 Jahre Modellhistorie eines besonders polarisierenden Fahrzeugs zu blicken.

2009 debütierte auf dem Genfer Automobilsalon das Nissan Konzeptfahrzeug Qazana. Es gab einen ersten Ausblick auf ein kleines Crossover-Modell, dem eine ähnlich unkonventionelle Denkweise zugrunde lag wie dem zwei Jahre zuvor erfolgreich eingeführten Nissan Qashqai.

Genau wie der „große Bruder“ Qashqai wurde auch das Qazana Concept – und das daraus folgende Serienmodell des Nissan Juke – im europäischen Nissan Designzentrum in London entwickelt. Im Januar 2010 wurde schließlich das erste Teaserbild des Nissan Juke veröffentlicht, das einen Blick auf das muskulöse und zugespitzt designte Exterieur gab.

Nissan Concept Car Qazana in silbern vor grauem Studio-Hintergrund

Einen Monat später wurde der Nissan Juke in Paris enthüllt, bevor er kurze Zeit später seine Messepremiere auf dem Genfer Autosalon feierte. Sein kühnes, polarisierendes Design unterschied sich kaum vom Konzeptfahrzeug Qazana und festigte den Ruf von Nissan als Automobilmarke, die mutige und neue Wege beschreitet. Im Oktober 2010 folgte die Markteinführung in Deutschland.

Als Antrieb standen ein 1,6-Liter-Saugbenziner mit 86 kW/117 PS, ein 1,6-Liter-Turbomotor mit Direkteinspritzung und 140 kW/190 PS oder ein effizienter 1.5 dCi Diesel mit 81 kW/110 PS zur Wahl. Für mehr Agilität und weniger Untersteuern konnten Nissan Kundinnen und Kunden sich auch für den „All-Mode“-Allradantrieb entscheiden, der das Drehmoment nicht nur zwischen Vorder- und Hinterachse im Verhältnis 50:50 verteilte, sondern auch zwischen linkem und rechtem Hinterrad.

 

Ein roter Nissan Juke der ersten Generation steht schräg vor einer Betonwand

 

Nissan Nismo sorgt für eine sportliche Motorisierung

Im ersten vollen Verkaufsjahr 2011 meisterte der Nissan Juke beim prestigeträchtigen Goodwood Festival of Speed im Süden Englands den legendären, 1,6 Kilometer langen Hillclimb in einer Zeit von zwei Minuten und 55 Sekunden – und das auf zwei statt auf vier Rädern.

Im Oktober 2011 kombinierte Nissan den „klassischen“ Juke mit dem Supersportwagen Nissan GT‑R und schuf damit den Nissan Juke-R, das schnellste, spannendste und mutigste kompakte Crossover-Modell der Welt. Unter der Motorhaube arbeitete der vom Nissan GT‑R bekannte, 3,8 Liter große und 390 kW/530 PS starke Bi-Turbo-V6. Mit Allradantrieb beschleunigte der Nissan Juke-R damit innerhalb von 3,7 Sekunden von 0 auf 60 mph (0-96 km/h) und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 275 km/h.

Zum Abschluss des ersten Jahres, in dem mit europaweit mehr als 100.000 verkauften Exemplaren alle Erwartungen übertroffen wurden, wurde auch der Nissan Juke Nismo als künftiges Flaggschiff der Nissan Motorsportmarke vorgestellt.

Dieser rollte schließlich im Februar 2013 als erster Sportwagen von Nissan Motorsport auf deutsche Straßen. Der Nissan Juke Nismo 2WD beschleunigte in Verbindung mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe innerhalb von 7,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreichte seine Höchstgeschwindigkeit bei 215 km/h. Die Allradversion mit CVT-Automatik benötigte für den Sprint 0,4 Sekunden länger und war 200 km/h schnell.

 

Nissan Juke NISMO RS in silbern mit roten Akzenten fährt auf einer Straße vor roten Felsen

 

Im Februar 2014 gewährten schließlich Bilder einen ersten Blick auf die kommenden Neuerungen des Nissan Juke. Das Facelift stach nicht nur durch eine schärfere Optik, sondern auch durch eine auffällige gelbe Lackierung heraus. Zu den weiteren Highlights des Facelifts zählten ein neuer 1,2-Liter-DIG-T-Benziner mit Turboaufladung, das fortschrittliche Nissan Connect Infotainmentsystem, der Around View Monitor mit 360-Grad-Rundumsicht, Xenon-Scheinwerfer und ein großzügiges Panorama-Glasschiebedach.

 

Studiobild eines gelben Nissan Juke

 

Pünktlich zum 30. Geburtstag von Nismo debütierte Ende 2014 der Nissan Juke Nismo RS. Mit einem neuen, 160 kW/218 PS starken 1,6-Liter-Turbobenziner kletterte das Drehmoment der 2WD-Variante mit Schaltgetriebe um 30 auf 280 Nm. Die 4WD-Version entwickelte 250 Nm und war an ein CVT-Getriebe gekoppelt. In Verbindung mit einer erhöhten Steifigkeit, einer verbesserten Fahrdynamik und einem mechanischen Sperrdifferenzial war Fahrspaß garantiert. Rot lackierte Sport-Bremssättel, größere Auspuffendrohre und optionale Recaro-Sportsitze sowie Schaltwippen am Lenkrad waren weitere Erkennungszeichen.

Erste Präsentation der zweiten Generation

Zur Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt stellte Nissan im September 2015 das Gripz Concept vor. Entwickelt von den Nissan Designzentren in London und Japan, hob die vom Rallye-Rennwagen Nissan 240Z inspirierte 2+2-sitzige Sportstudie das Konzept eines Crossover-Modells auf die nächste Stufe. Mit Vielseitigkeit, Funktionalität und Fahrspaß war dies bereits ein erster Vorgeschmack auf die zweite Generation des Nissan Juke.

Nachdem im Juli 2018 der einmillionste Nissan Juke im britischen Werk Sunderland vom Band lief, kam im September 2019 nach langem Warten die zweite Generation auf den Markt. Mit höherer Leistung, neuen Technologien und mehr Personalisierungsmöglichkeiten.

 

roter Nissan Juke von 2019 fährt auf der Straße vor begrüntem Hang

 

Die Neuauflage debütierte zeitgleich in fünf europäischen Städten, darunter auch in der deutschen Metropole Köln. In Europa wurden innerhalb von neun Jahren nahezu eine Million Nissan Juke verkauft, insgesamt wurden 1,5 Millionen Einheiten der ersten Generation des Nissan Juke produziert.

Die zweite Generation kombinierte das elegante Design und die athletische Form eines Coupé-Crossovers mit einem vergrößerten Innenraum und wertiger Verarbeitung. Für Sicherheit und Komfort sorgten Nissan Intelligent Mobility Technologien wie der Nissan ProPILOT zum teilautonomen Fahren, das Bose-Personal-Plus-System und das NissanConnect Infotainmentsystem mit WiFi-Hotspot, Smartphone-Einbindung und Over-the-Air-Updates. Für den Vortrieb stand erstmals ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit Turboaufladung zur Verfügung, der mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert ist.

 

Nissan Juke 1.0 DIG-T 84 kW (114 PS) 6-Gang Schaltgetriebe, 4x2, Benziner: Energieverbrauch kombiniert: 5,8-5,9 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 133-135 g/km; CO₂-Klasse: D

Nissan Juke 1.0 DIG-T 84 kW (114 PS) DCT-Doppelkupplungsgetriebe, 4x2, Benziner: Energieverbrauch kombiniert: 6,0-6,2 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 137-141 g/km; CO₂-Klasse: E

 

2022 rollt der Nissan Juke schließlich erstmals mit Hybridantrieb vor: Die Kombination aus Benzin- und Elektromotor ermöglicht elektrisches Fahren bis 55 km/h. Innerorts lassen sich so bis zu 80 Prozent der Fahrten zurücklegen. Der Kraftstoffverbrauch sinkt dadurch um bis zu 40 Prozent. Mit dem Doppelmotor hielt auch das e‑Pedal Einzug: Das regenerative Bremssystem verbessert Fahrverhalten und Effizienz.

 

Nissan Juke 1.6 HYBRID 105 kW (143 PS) Multi-Mode-Automatikgetriebe, 4x2, Benziner: Energieverbrauch kombiniert: 4,7-4,9 l/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 107-111 g/km; CO₂-Klasse: C

 

Heute, zwei Jahre später – zum aktuellen Modelljahreswechsel – kehrt endlich auch das ikonische Gelb wieder zurück: Die Einführung der neuen Lackierung geht mit einem überarbeiteten Interieur einher, das den Fahrer noch stärker in den Mittelpunkt rückt. Zwei 12,3 Zoll große Bildschirme – Infotainment-Touchscreen und digitale Instrumentenanzeige – versorgen die Insassen mit allen wichtigen Informationen. Gefertigt wird die Neuauflage wie ihre Vorgänger im britischen Werk Sunderland.

 

Eine ausführliche Historie findet sich HIER.

 

Interieur des Nissan Juke Facelift von 2024 in schwarz mit gelben Akzenten

Hinweise
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Pressekontakt
Susanne Beyreuther, Head of Communications
E-Mail: susanne.beyreuther@nissan.de
Mobil: +49 (0) 171 3069346