Nissan und Wayve präsentieren Robotaxi-Prototyp für Uber-Testfahrten

Ein weißer Robotaxi-Prototyp auf Basis des neuen Nissan Leaf ist in einem Ausstellungsbereich im Freien von der Seite zu sehen. Im Hintergrund sind Bäume, hohe Gebäude und ein Stand mit einem großen Bildschirm zu erkennen.

Wesseling, Deutschland – Nissan und Wayve präsentieren auf der derzeit laufenden Entwicklerkonferenz „NVIDIA GTC“ (bis 19. März 2026) ein globales Robotaxi auf Basis des neuen Nissan Leaf. Die Vorstellung folgt auf die Ankündigung von Nissan, Wayve und Uber, gemeinsam an einem Pilotprojekt für Robotaxis in Tokio zu arbeiten, das – vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Behörden – Ende 2026 starten soll.

Globales Robotaxi-Modell

Der auf dem neuen vollelektrischen Nissan Leaf basierende Robotaxi-Prototyp kombiniert die Fahrzeugtechnik von Nissan mit der integrierten KI-Software von Wayve und dem NVIDIA DRIVE Hyperion. Das Nissan Modell verfügt dabei über vollständig redundante Systeme, die speziell für Robotaxis entwickelt worden sind. Im Zuge der laufenden Zusammenarbeit zwischen Nissan und Wayve wurde der sogenannte AI Driver in die hochmoderne Fahrzeugplattform von Nissan integriert, um so die Entwicklung hin zu einer skalierbaren Robotaxi-Plattform zu beschleunigen.

Aufbauend auf der NVIDIA DRIVE Hyperion Referenzarchitektur für Rechenleistung und Sensorik, die auf autonomes Fahren der Stufe vier ausgelegt ist, verfügt das Fahrzeug über zwei NVIDIA DRIVE AGX Thor Prozessoren. Sie liefern die erforderliche Leistung, um fortschrittliche KI-Modelle in Echtzeit auszuführen und gleichzeitig die Sicherheitsstandards moderner Pkw zu erfüllen. Als Betriebssystem fungiert NVIDIA DriveOS, das von NVIDIA Halos unterstützt wird, dem System von NVIDIA für funktionale Sicherheit und Cybersicherheit.

Sensorsuite und Fahrzeugplattform

Der auf dem Nissan Leaf basierende Prototyp verfügt über ein umfassendes Set an Sensoren, die auf vollständige Sichtbarkeit und Redundanz ausgelegt sind: Durch die Kombination aus hochauflösenden Kameras mit 360-Grad-Abdeckung, leistungsstarken Rundum‑ und Frontbild-Radaren sowie einem nach vorne gerichteten LiDAR, der ergänzende Erfassungsdaten liefert, werden selbst komplexe Fahrsituationen erfasst.

Die Plattform unterstützt zudem zusätzliche Langstrecken-Sensorik, um weitere Daten zu erfassen und zu validieren sowie andere Anwendungsfälle in der Entwicklung zu ermöglichen. Nissan wird sie für den Einsatz in Robotaxis weiter verfeinern – beispielsweise mit intuitiven Innenraum-Bildschirmen und Kommunikationssystemen zur Verbesserung des Fahrgasterlebnisses.

Wayve AI Driver

Der AI Driver von Wayve legt den Grundstein für autonomes Fahren durch eine durchgängige verkörperte Künstliche Intelligenz (KI). Er verarbeitet Daten von Bordsensoren, um komplexe Verkehrsumgebungen zu verstehen und in Echtzeit sichere Fahrentscheidungen zu treffen. Das System ist dabei nicht auf HD-Karten angewiesen. Stattdessen lernt es, wie sich Verkehrssituationen entwickeln, und antizipiert die Auswirkungen seiner Handlungen auf die umgebenden Verkehrsteilnehmenden. Dadurch kann das System unter dynamischen Bedingungen reibungslos und sicher agieren.

Weltweiter Robotaxi-Einsatz

Wayve und Uber planen, die Robotaxi-Testphase auf mehr als zehn Städte weltweit auszuweiten. Die Fahrzeuge sollen schrittweise in ausgewählten Märkten eingeführt werden. Im Zuge der weiteren Validierung streben die Unternehmen den Übergang von Pilotprojekten mit mitfahrenden Sicherheitsoperatorinnen und -operatoren zu skalierbaren Robotaxi-Diensten an, die für den langfristigen Einsatz konzipiert sind.

Hinweise

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