Portland E-Prix: Starke Rennperformance, aber keine Punkte für Nissan in der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft

Caio Collet vor Sacha Fenestraz während des Portland E-Prix in ihren identisch aussehenden rot-weißen Nissan Formel-E-Rennwagen.

  • Team verpasst erstmals seit dem zweiten Lauf die Punkteränge
  • Caio Collet für Oliver Rowland eingesprungen
  • Saisonfinale der vollelektrischen Serie am 20. und 21. Juli in London

 

Wesseling, Deutschland – Nissan hat in Portland erstmals seit Januar die Punkteränge in der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft verpasst: In zwei anspruchsvollen Rennen mussten sich Sasha Fenestraz und der kurzfristig eingesprungene Caio Collet geschlagen geben.

Ersatz- und Simulatorfahrer Collet ersetzte den erkrankten Nissan Formel-E-Piloten Oliver Rowland. Der 22-jährige Brasilianer belegte in der Qualifikationsgruppe Gruppe B einen soliden siebten Platz, was den 14. Startplatz für seinen allerersten E-Prix bedeutete. Damit lag Collet auch knapp vor Teamkollege Fenestraz (16).

Was von dieser Position möglich ist, zeigte Fenestraz im Samstagsrennen eindrucksvoll: Bevor ihn der Attack-Mode zurückwarf, war der Franco-Argentinier zeitweise auf dem zweiten Platz unterwegs. Im Ziel reichte es für Position 15, Collet wurde 18ter. Damit endete die Nissan Serie von zehn Punkten in Folge.

Am Sonntag kämpfte sich das Duo durch ein chaotisches Rennen, wurde am Ende aber nicht belohnt. Der von Rang 22 gestartete Collet nutzte die Erfahrung seines ersten Formel-E-Rennens, um sich in mehreren Kämpfen zu behaupten, und belegte schließlich den 16. Platz. Fenestraz landete auf Position 18.

„Natürlich ist es frustrierend, ohne Punkte aus Portland zurückzukommen. Das Auto hatte Potenzial und das Team hat einen guten Job gemacht, aber es hat einfach nicht gepasst“, erklärt Tommaso Volpe, Teamchef des Nissan Formel-E-Teams. „Im ersten Rennen hat unsere Strategie mit Sacha gut funktioniert, aber leider hat er nach dem zweiten Attack-Mode viele Positionen verloren. Am Sonntag war es dann wieder schwierig. Für Caio war es ein starkes Debüt. Er zeigte sofort sein Tempo, indem er im Qualifying Siebter seiner Gruppe wurde, und fuhr zwei starke Rennen. Seine Platzierungen zeigen das zwar nicht, aber er hat die Herausforderung gut gemeistert und sich schnell auf die Anforderungen des Rennwochenendes eingestellt. Insgesamt war es ein hartes Wochenende. Es war auch schade, dass Oliver nicht bei uns war. Wir wünschen ihm eine schnelle Genesung und freuen uns darauf, ihn in London wieder dabei zu haben.“

Mit dem doppelten London E-Prix biegt die ABB Formel-E-Weltmeisterschaft 2023/24 auf die Zielgerade ein: Am. 20. und 21. Juli 2024 findet das große Saisonfinale in der britischen Hauptstadt statt, wo die Entscheidung über die neuen Weltmeister fällt.

 

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Über Nissan in der Formel E

Nissan debütierte als erster und einziger japanischer Hersteller in der fünften Saison (2018/19) der ABB FIA Formel-E-Meisterschaft.

Schon frühzeitig bekannte sich Nissan zur rein elektrischen Rennserie und zur neuen Gen3-Ära, die von der neunten (2022/23) bis zur zwölften Saison (2025/26) reicht. Im April 2022 übernahm Nissan hierfür das e.dams Rennteam, um die volle Kontrolle und Verantwortung aller Aktivitäten in der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft zu erhalten.

Die zehnte Saison bestreitet Nissan mit dem Fahrerduo Oliver Rowland und Sacha Fenestraz. Daneben liefert das Team auch den vollelektrischen Antriebsstrang an McLaren Racing als Kundenteam.

Nissan nimmt an der rein elektrischen Weltmeisterschaft teil, um einem weltweiten Publikum die Faszination und den Spaß emissionsfreier Elektrofahrzeuge näherzubringen. Das Unternehmen strebt bis zum Jahr 2050 CO2-Neutralität im gesamten Geschäftsbetrieb und bei seinen Modellen an. Bis Anfang der 2030er Jahre werden alle neuen Nissan Modelle in den wichtigsten Kernmärkten elektrifiziert. Der Wissens- und Technologietransfer zwischen Rennstrecke und Straße hilft bei der Entwicklung immer besserer Fahrzeuge.

Über die Formel E

Die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft ist die erste globale Sportart, die seit ihrer Gründung im Jahr 2020 mit einem Netto-Null-CO2-Fußabdruck zertifiziert ist. Um die Emissionen jeder Saison des elektrischen Rennsports auszugleichen, wurde in allen Rennmärkten in zertifizierte Klimaschutzprojekte investiert.

Die Serie dient als Wettbewerbsplattform, um mit den vollelektrischen Rennwagen die neueste Elektrotechnologie zu testen und weiterzuentwickeln. Die weltbesten Hersteller treten auf Stadt- und Straßenkursen gegeneinander an. Die Formel E fördert die Einführung nachhaltiger Mobilität in Stadtzentren, um die Luftverschmutzung zu bekämpfen und die Auswirkungen des Klimawandels zu verringern.